Stefan Friesenbichler sen. (Vater des jetzigen Inhabers) arbeitete 1939 als Taxiunternehmer in Kapfenberg. Im 2.Weltkrieg war er als Fahrschullehrer bei der dt. Wehrmacht.
Nach Kriegsende eröffnete er am 30.11.1945 seine eigene Fahrschule in Mürzzuschlag. Es war ein Einmannbetrieb.
Der erste Fahrschüler beim allerersten Fahrkurs am 11.12.1945 war Hr. Trnek Karl (Maler und ÖBB-Pensionist) aus Mürzzuschlag.

Er bildete die Schüler am PKW, am LKW und - wie in diese Zeit üblich - vorwiegend an der Beiwagen Maschine aus. 
Diese Fahrausbildung wurde in den ersten Jahren mit einem "Ariel" Beiwagenmotorrad(englisches Motorrad mit Handschaltung am Tank ) durchgeführt.

Der Stolz von Stefan Friesenbichler sen. waren seine Schulfahrzeuge: Als PKW waren ein Steyr 30 bzw. 50 (Vorgänger vom Käfer) und als LKW ein Opel Blitz mit Benzinmotor im Einsatz; drei bis vier Schüler fuhren abwechselnd und lernten dabei voneinander.

Noch eine Besonderheit dieser Zeit: Fahrschüler mussten ihr eigenes Benzin für die praktische Fahrausbildung mitbringen, und es wurde so lange gefahren, bis es aus war.

Der theoretische Unterricht wurde im Extrazimmer des Gasthauses Greylinger (jetziges MEZ bzw. Wintersportmuseum) abgehalten. Auch in den umliegenden Orten wurden in Gasthäusern Fahrkurse angeboten, z.B.: in Mürzsteg, Neuberg, Krieglach, Mitterdorf, Veitsch, Wartberg, Kindberg und sogar außerhalb des Mürztales in Rettenegg und Ratten.

Die "Ariel" wurde auch für sportliche Zwecke benutzt: zB für Skijöring am Sportplatz Mürzzuschlag. Ab 1954 kam eine, für damalige Zeiten sehr moderne neue "Ariel" zum Einsatz. Erst 1960 folgte eine BMW R50 mit Beiwagen.
1954 wurde Herr Ignaz Kretschmann als erster Fahrlehrer bei der Fahrschule Friesenbichler angestellt. Im selben Jahr wurde der Fuhrpark um den ersten Mercedes 220a erweitert, ein Jahr später folgten für die Fahrausbildung zwei VW Busse und ein LKW der Marke Steyr Diesel 380 mit Holzaufbau und Blech verschlagen; gefertigt von der Firma Reitbauer aus der Stanz.

Als besonderes „Zuckerl“ unternahm Stefan Friesenbichler sen. mit seinen Schülern Fahrschulfahrten und zugleich Ausflüge nach Mariazell, aber auch zur Grazer bzw. Wiener Messe. Diese „Spezialfahrten“ wurden bis 1970 durchgeführt.
1956 kaufte Stefan Friesenbichler sen. das Gebäude in der Dammgasse in Mürzzuschlag und baute darin das erste Unterrichtslokal aus.

1964 kam es zu einem furchtbaren Unglück (siehe Zeitungsausschnitt):

Als sein Vater am 6.1.1970 verstarb, übernahm sein Sohn Stefan Friesenbichler jun. die Fahrschule mit zwei Fahrlehrern. Dem damals 23-jährigen erschien alles etwas veraltet, und daher ersetzte er nach einem Jahr die damals übliche Kreidetafel durch einen Overhead- und Diaprojektor. Auch der Fuhrpark wurde erneuert und um einen Pkw der Marke Fiat 128, einen VW Käfer sowie einen LKW der Marke Mercedes 608 LP – der Erste, bei dem es beim Schalten nicht notwendig war zweimal  zu kuppeln und Zwischengas zu geben – erweitert.
Seit 1972 ist Stefan Friesenbichler - wie schon sein Vater zuvor – im Ausschuss der Steiermärkischen Fahrschulen, den er später 10 Jahre als Vorsteher aller Steirischen Fahrschulen leitete.
1974 gab es eine Premiere in der Steiermark:
Die Fahrschule Friesenbichler war die erste Fahrschule, in der die Motorradausbildung mit Motorrädern ohne Beiwagen durchgeführt wurde (zwei Honda 250 Enduro). Bis 1978 haben sich alle anderen Fahrschulen dieser Neuerung angeschlossen.
Im selben Jahr wurde der sogenannte „Friesi – Pfeil“ entworfen und es erfolgte der Ausbau des bestehenden Gebäudes.

Besonderer Augenmerk wurde und wird nach wie vor darauf gelegt, Lehrmittel und Schulfahrzeuge nach dem neuesten Stand der Technik einzusetzen. Dazu einige Beispiele:
Der theoretische Unterricht wurde durch eine Multiple choice- Anlage unterstützt.
1980 ging mit dem Ford Escort Cabrio zugleich das erste Fahrschulcabrio der Steiermark in Betrieb.1986 wurde ein neuer LKW der Marke Mercedes 1420 mit ABS angeschafft, der 2001 von einem Mercedes Actros 1831 abgelöst wurde. Seit 2013 steht unseren Schülern nun ein Mercedes Actros 1830 Euro 6 mit automatisiertem Schaltgetriebe zur Verfügung - in Kombination mit dem fahrschuleigenem Tandem-Anhänger macht das Fahren wirklich Spaß und ist an einfacher Bedienung und Handling nicht zu überbieten.

Auch das Prüfungssystem hat sich verändert:
Vor Jahren nahmen die Fahrprüfungen einen ganzen Tag in Anspruch. Die Schüler - in Gruppen von ca. 5 Personen – mussten sowohl eine polizeiliche als auch eine technische mündliche Prüfung absolvieren. Erst bei Bestehen beider Teilprüfungen, durfte man sein praktisches Fahrkönnen unter Beweis stellen. Danach wurde der Prüfungserfolg  gemeinsam mit den Fahrlehrern gefeiert.
Die größte Umstellung des Prüfungssystems erfolgte im Jahr 1998 mit Einführung der Computerprüfung.
1988 bedeutete das Ende der Außenkurse. Zeitgleich wurde neben dem Standort  Mürzzuschlag ein weiterer fixer Standort in Kindberg eingerichtet, der  anfangs im Volkshaus und anschließend im Kindberger Ärztezentrum situiert war. Im Dezember 2005 wurde das Kurslokal in Kindberg in die Grazer Straße verlegt.
Im selben Jahr begann die Zusammenarbeit mit dem DTC-Fürst, dem Fahrsicherheitszentrum in Kindberg. Speziell geschulte Fahrlehrer führen auf diesem großzügigen Gelände Fahrsicherheitstrainigs im Rahmen der Mehrphasenausbildung und auch die Moped- und Motorradausbildung durch.
Seit 2006 werden nicht mehr ausschließlich Fahrausbildungen für alle Führerscheinklassen und Moped, sondern auch weiterführende Schulungen (Digitales Kontrollgerät, Ladungssicherung) für LKW-Fahrer abgehalten.

2014 hat die Tochter Mag. Karin Thenhalter die Fahrschule unter der Leitung von Stefan Friesenbichler übernommen. Mit Juni 2017 erfolgte die Standortverlegung der Fahrschule von Kindberg nach Kapfenberg.

Auch im Fuhrpark gab es 2017 eine große Neuerung - um eine zeitgemäße und moderne Traktorausbildung anbieten zu können, wurde der neue Traktor New Holland Powerstar T4.75 angeschafft.
Die Fahrschule war und ist bemüht, die bestmögliche Ausbildung im Rahmen der Verkehrssicherheit anzubieten.